Behandlung von HPV-Infektionen

Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) treten sehr oft auf und sind zudem weit verbreitet. Die meisten HP-Viren rufen unterschiedliche, meist gutartige Haut- und Schleimhautwarzen hervor. Wenn konservative oder homöopathische Therapiemaßnahmen bei ausgeprägten Hautveränderungen durch Warzenbildung keine ausreichenden Behandlungserfolge erzielen, werden häufig chirurgische Therapieverfahren (operativ) in Lokalanästhesie oder Vollnarkose angewendet. Die Behandlung bzw. Abtragung ausgebildeter Warzen – vor allem im Genital- und/oder Analbereich – kann auch mit dem medizinischen Laser erfolgen.

Zu den häufigsten durch HPV hervorgerufenen Warzen zählen beispielsweise plane Warzen, vulgäre Warzen und Plantarwarzen (z. B. Dornwarzen), die meistens an Händen und Füßen vorkommen, aber je nach Warzenuntertyp auch an anderen Körperregionen und im Gesicht auftreten können. Im Genital- und/oder Analbereich bilden sich durch HPV Feigwarzen/Condylome und im Mund Schleimhautwarzen aus.
Die HP-Viren können von Mensch zu Mensch und von Tier zu Mensch (durch Haustiere) übertragen werden. Aber auch das Aufkratzen der Warzen kann zu Neuinfektionen und zur Warzenverbreitung am Körper führen, also zur ständigen Selbstansteckung.

Anwendungsgebiete

Die Lasertherapie wird bei Hautwarzen und Schleimhautwarzen eingesetzt, die in Folge einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) hervorgerufen werden. Dazu zählen:

  • Feigwarzen (Condylome) im Genitalbereich sowie Perianal- und Analbereich
  • plane und vulgäre Warzen
  • Plantarwarzen (Dornwarzen, Warzen an den Fußsohlen)

Ablauf der Lasertherapie bei HPV-Infektionen

Vor der Behandlung erfolgt eine intensive Hautreinigung sowie lokale Betäubung durch Cremes oder evtl. Injektion. Die Behandlung führt ein erfahrener Arzt durch, der mit Hilfe des Lasers berührungslos die betroffenen Hautschichten (Warzen und Feigwarzen) durch sehr kurze Laserimpulse abträgt. Eine Sitzung dauert je nach Anwendungsbereich von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde. Umfangreichere Behandlungen werden auf mehrere Sitzungen verteilt.

Nach der Behandlung kann es zur Rötung und zum Anschwellen der Haut kommen, was sich je nach Hauttyp nach einigen Stunden oder Tagen wieder normalisiert. Auch kommt es zur Bildung von Schorf, der nach Hautheilung automatisch abfällt und nicht vorzeitig entfernt werden darf (es besteht die Gefahr der erneuten Selbstinfektion). Eine Nachkontrolle mit evtl. notwendiger Nachbehandlung sollte nach ca. 2 Wochen erfolgen, da durch HP-Vieren ausgebildete Warzen rezidivierend (wiederkehrend) sein können.

Spezielle Nachbehandlungen wie z. B. entzündungshemmende Medikamente (Wundheilsalbe etc.), eine besonders sorgfältige Hygiene bei Behandlungen im Genital- und/oder Analbereich und der vorbeugende Schutz der Haut (z. B. 3 bis 4 Monate vor hohem UV-Licht durch Sonne und Solarium sowie extremer Kälte) sowie die Verwendung von Pflegeprodukten werden nach der Behandlung individuell abgestimmt.

Hinweis: Die Möglichkeiten einer HPV-Lasertherapie sowie die zu erwartenden Resultate besprechen wir gerne persönlich mit Ihnen. Wir erläutern den Ablauf und Umfang der Behandlung und erstellen Ihnen ein individuelles Therapiekonzept. Vereinbaren Sie mit uns eine unverbindliche Beratung.

Hinweis zu HPV-Infektionen

Bei einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) im Genitalbereich oder Perianal- und Analbereich ist der HP-Virustyp durch einen Abstrich beim Gynäkologen genau abzuklären, da einige HPV-Untertypen maligne Entartungen, Hautkrebsvorstufen bzw. Gebärmutterhalskarzinome hervorrufen können. Informieren Sie sich bei Bedarf auch über Impfungen zum Schutz vor Gebarmutterhalskrebs bei Ihrem Gynäkologen.

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